Ist es sinnvoll einem Hund Nahrungsergänzungsmittel zu geben? 

Diese Frage kann man schon einmal nicht pauschal beantworten.

Es kommt auf die Fütterung im ganzen an. Ein Hund der mit einem Fertigfutter ernährt wird, welches ernährungsphysiologische Zusatzstoffen gefüttert wird, dann benötigt dieser Hund erst einmal keine weiteren Ergänzungen, um seinen Bedarf zu decken. Es sei denn, er benötigt zum Beispiel krankheitsbedingt mehr Vitamine.

Ist es ein Futtermittel von einem Hersteller, welche auf diese Zusatzstoffe verzichtet, kann eine Ergänzung durchaus sinnvoll sein. Hier müsste man dann über einen längeren Zeitraum - zum Beispiel einer Woche oder einem Monat - schauen, was der Hund zu fressen bekommt und dann schauen, ob der Bedarf entsprechend gedeckt ist oder eben nicht. Dann kann man sich überlegen, ob man einzelne Mineralien oder Vitamine zufügt oder auf eine komplette Mischung zugreifen möchte. An dieser Stelle kann man dann auch schauen, ob man dieses über Nahrungsmittel oder eben über Pülverchen decken möchte.

Gerade bei selbsterstellten Rationen - egal ob Barf, roh, gekocht oder wie auch immer - sollte man diesen Punkt immer etwas genauer beachten. Genauso wenn der Hund eher einseitig ernährt wird und nicht viel Abwechslung bekommt (es sei denn das Futter ist von sich aus schon ergänzt). 

 

Haben Hunde heutzutage Mängel, wenn ja welche?

Auch an dieser Stelle kann man keine allgemeine Aussage treffen. Denn auch hier hängt es von der Fütterung an sich ab. Auch hier gibt es den Zusammenhang zwischen Nahrungsmittel und die Zusammensetzung ab.

Es gibt Stimmen, welche davon ausgehen, dass Zink recht häufig als Mangel bei Hunden auftritt und nicht immer bewusst kontrolliert wird. Aber auch Jod und Vitamin D werden häufig als Mangel aufgeführt.

Es ist mit einem Blutbild immer schwer zu beurteilen. Mängel und auch Überschüsse werden im Blut immer erst sehr spät aufgezeigt, da der Körper lange versucht diese Schieflage auszugleichen. Wenn man wirklich wissen möchte, wie der Körper versorgt ist, dann empfiehlt sich eine Fellmineralanalyse (Laboranalyse) zur Beurteilung. Die Analysen über Bioresonanz halte ich persönlich etwas schwierig. Diese können ein Anhaltspunkt sein, aber für eine genaue Diagnose würde ich es persönlich nicht nutzen wollen. Dies ist aber eine sehr persönlich Ansicht.

Im ganzen kann man aber sagen, dass ein abwechslungsreich ernährter Hund, mit einer selbst zusammengestellten Ration, fast nur Calcium, Jod und Vitamin D im Auge haben sollte. Aber wie schon erwähnt, es kommt auf Nahrungsmittel und Zubereitung an. Mit eine guten Auswahl, kann man den rechnerischen Bedarf dann unter Umständen ganz ohne aus. Füttert man ein entsprechendes Fertigfutter kann man die Gedanken um Mängel schnell auf die Seite schieben. 

 

Sind Heilkräuter sinnvoll? 

Ja Heilkräuter sind durchaus sinnvoll, wenn man sie gezielt einsetzt. In einer dauerhaften Gabe über ein Futtermittel mag ich es gar nicht. Ich persönlich würde kein Futtermittel eines Herstellers füttern oder empfehlen, welches bestimmte Kräuter enthält. Meist enthalten Futtermittel immer sehr krude Mischungen, welche vorne und hinten nicht zusammen passen. Gerne werden sie reichlich zugesetzt.

Ja es gibt durchaus Hersteller die gute Mischungen an Kräuter für bestimmte Probleme mit wenigen Kräutern anbieten. Ich mag an dieser Stelle die Krauterie nennen. Diese Mischungen enthalten wenige Kräuter, es gibt gern eine weitere Mischung, welche man dann wechseln kann. Warum ist das so?

Eine Kräutermischung sollte nicht länger als vier Wochen am Stück gegeben werden. Danach macht man entweder eine Pause oder wechselt die Mischung. So erhält man die Wirkung der Kräuter und wirkt einer Gewöhnung des Organismus entgegen und erhält sich tolle Wege.

Zum anderen macht es kein Sinn, dass man ein gesundes Organsystem unterstützen möchte. Natürlich kann man - gerade die Entgiftungsorgane - ein bis zweimal mit einer Kur unterstützen. Aber dauerhaft mit einem Futtermittel? An dieser Stelle sollte man sich vor Augen führen: Alles was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung. Aus diesem Grund halte ich den Trend jeglichem Futter eine wirre Kräutermischungen zu zufügen eher als bedenklich, denn weniger ist manchmal dann doch mehr und viel hilft nicht viel.

So genannte Küchenkräuter haben oft auch eine heilende Wirkung. Diese kann man in einer abwechslungsreichen Ernährung mittels selbsterstellter Rationen sehr gut zufügen. Wichtig ist an dieser Stelle halt nur, dass man es mit Abwechslung in diesen Küchenkräuter hat. 

 

Zusammenfassend kann man eigentlich sagen, dass man diese 3 Fragen so gar nicht genau beantworten kann, denn es hängt von vielen Faktoren ab. Dieses kann man nur im individuellen Fall genau beurteilen. Eine einheitlich Antwort gibt es nicht, weil jede Fütterung anders ist und jeder Hund ist anders und jeder Mensch ist anders. Viel hilft nicht immer viel und zu viele Ergänzungen können im schlimmsten Fall auch krank machen. Genauso wie eben auch Mängel krank machen können.

Die Ernährung ist kein Hexenwerk und man sollte sich nicht zu sehr verunsichern lassen. Wenn man sich nicht sicher ist, dann kann man sich beraten lassen. Hier ist es egal, ob man sich eine weitere Meinung zu einem Futtermittel oder eine Fütterung in seiner Gesamtheit oder einer einzelnen Ration einholen möchte.

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